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Samstag, 09. November 2019 19:57

 

Schweiz unterliegt in der Shokina-Show

Eine dezimierte Schweiz verliert gegen Anna Shokina mit 1:6. Natürlich ist es nicht so einfach aber Shokina war an den ersten 4 Treffern der Russinnen beteiligt und holte damit für ihr Team den entsprechenden Vorsprung heraus. Evelina Raselli skorte im Powerplay kurz vor Schluss den wohlverdienten Ehrentreffer.

Nicht nur die bereits verletzten Dominique Rüegg und Shannon Sigrist fehlten zusammen mit der gesperrten Sarah Forster, nein, auch Sandra Thalmann musste verletzt passen. So standen noch 16 Spielerinnen auf dem Aufgebot der Eisgenossinnen, ausgerechnet gegen das Heimteam aus Russland.

Doch wer dachte, dass es nun zu einer einseitigen Angelegenheit werden würde, täuschte. Die Schweiz hielt im ersten Abschnitt gut mit und kreierte auch Chancen. Getroffen hat jedoch nur jemand. Genau, Anna Shokina. Sie war als erste am Abpraller der starken Saskia Maurer. Am Ende stand das Schussverhältnis nach 20 Minuten ausgeglichen!

Das zweite Drittel forderte seinen Tribut für die Anfangsbemühungen und Russland zeigte seine Stärke in numerischer Überlegenheit. Nicht schön aber drin waren zwei Tore an welchen wiederum Shokina assistierte. Dafür lenkte sie dazwischen noch eine Hereingabe Shtaryovas via Pfosten ab. Ja, der Hockeygott kann manchmal grausam sein. Wenn’s läuft dann läuft’s eben, so auch kurz vor Ende des zweiten Drittels als nacheinander Laura Zimmermann und Sinja Leemann im Slot das Tor nicht erzielen konnten und im Gegenstoss der Center der bereits viel erwähnten zweiten russischen Formation den Konter eiskalt abschloss. Nicht schön, aber drin. Die von der Schweiz reklamierte Torhüterbehinderung wurde dabei nicht anerkannt. Lieber Hockeygott…

Die Schweiz indes war nicht gewillt sich weiter zurückzuziehen, kämpfte sich im letzten Drittel nochmals durch und konnte das Skore mit 1:1 ausgeglichen gestalten. Nachdem Kadirova eine Scheibe in der Schweizer Endzone eroberte und sich zum 6. Treffer durchtankte war dann genug mit Hockeygott und die Eisgenossinnen nutzten kurz vor Schluss eine Strafe gegen Kanayeva zum Ehrentreffer. Die wiederum starke Evelina Raselli konnte am weiten Pfosten eine Hereingabe von Rahel Enzler einschieben.

Das Spiel kostete enorm Kraft, jedoch war der Schweiz hoch anzurechnen, dass sie ausser der Onewomanshow der überragenden Anna Shokina den Russinnen wenig oder keinen Platz gaben. Eine hingebungsvolle Leistung wurde am Ende nicht belohnt und so steht nach der Niederlage fest, dass es morgen gegen Erzrivale Deutschland um Rang 4 und 5 geht. Die ebenfalls punktlosen Nachbarinnen verloren am Nachmittag mit 1:7 gegen Finnland.

Russland steht in einem eigentlichen Final gegen die verlustpunktlosen Tschechinnen. Finnland ist sicher 3.  

Russland – Schweiz 6:1 (1:0, 4:0, 1:1) - Telegramm

Dmitrov / Ice Palace Shaiba - 690 Zuschauer - SR. , (,)

Tore: 11. Shokina (Shtaryova, Pirogova) 1:0. 28. Provorova (Shokina; Ausschluss Hauser) 2:0. 33. Shokina (Shtaryova) 3:0. 35. Provorova (Shtaryova, Shokina; Ausschluss Gianola) 4:0. 38. Kaneyeva (Pirogova) 5:0. 49. Kadirova 6:0. 58. Raselli (Enzler, Ryhner; Ausschluss Kanayeva) 6:1.   

Strafen: 4 x 2 Minuten gegen die Schweiz, 3 x 2 Minuten gegen Russland.

Schweiz: Maurer; Christen, Hofstetter; Bullo, Gianettoni; Gianola, Hauser; Ryhner, Raselli, Enzler; Stalder, Leemann, Zimmermann; Ingold, Rüedi, Lutz; Neuenschwander.

Bemerkungen: Schweiz ohne Brändli (Ersatz), Rüegg, Sigrist, Thalmann (alle verletzt) und Forster (gesperrt). Best Player Schweiz: Lutz. Torschüsse: 19:33 gegen die Schweiz.