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Dienstag, 06. Januar 2015 21:24

 

Big point zum Abschluss

Den Schweizerinnen gelang am letzten Tag ein Befreiungsschlag. Sie schlugen in einem strafengefluteten Spiel Russland mit 4:3 und beenden den Nations-Cup auf dem 5. Rang.

Anders wie gestern waren es die Schweizerinnen, die in den ersten zehn Minuten keinen Schuss auf’s Tor der Gegnerinnen brachten. Die Russinnen starteten engagiert und druckvoll, versuchten früh Nägel mit Köpfen zu machen. Ihr Bestreben wurde denn auch in der 7. Minute belohnt als eine schnelle Transition Silina in ideale Abschlussposition brachte und sie Florence Schelling bezwingen konnte. Und ähnlich wie gestern kamen dieses Mal die Schweizerinnen ab Drittelshälfte besser in Fahrt und überraschten die russische Abwehr in der 11. Minute mit einem mustergültigen Angriff über das heute nicht zu bändigende Trio Stalder/Staenz/Trachsel. Phoebe Staenz preschte über links vor legte zurück auf Lara Stalder und erhielt den Puck so gleich wieder. Damit stand sie alleine vor dem Tor. Ihren Schuss konnte Leskina nur noch nach vorne abwehren wo Laura Benz das Spiel perfekt las und das freie Tor zum Ausgleich nutzte.

Und es kam noch besser: 5 Minuten später tankte sich Phoebe Staenz nach einem Bully in der russischen Zone an der Bande durch und passte zur Mitte auf Laura Trachsel. Diese verlängerte zu Lara Stalder die aus dem Slot einnetzen konnte.

Im Mitteldrittel neutralisierten sich beide Teams, auch Strafen auf beiden Seiten brachten keine Tore. Das Powerplay der Russinnen ist eingespielt und abschlusstark. Die Schweizerinnen managten die Situationen aber alle. Und was durchkam wurde von Schelling geklärt.

Das letzte Drittel hatte es dann in sich. Nicht weniger als 5 Strafen nahmen die Schweizerinnen, deren 2 noch die Russinnen. Tore gab es. Auf beiden Seiten je eins.

Zuerst war Phoebe Staenz dran, welche in der 43. Minute einen Pass von Stalder empfing und schnell zum Tor bringen wollte. Der Schuss an sich misslang, der Puck sprang jedoch derart im Bogen Richtung Tor das er dort den Helm von Laur Benz streifte und über Leskinas Fanghand genau ins Kreuz flog. Gib dem Puck die Chance…

Aber die Russinnen steckten nicht auf und schlossen ein Powerplay in der 47. Minute mustergültig ab. Dyubanok feuerte einen Schuss ab der blauen Linie, eine Russin nahm zeitgleich im Vorbeifahren Schelling die Sicht. Auch dieser Schuss passte haargenau ins Kreuz.
Und Russland sollte gar noch ausgleichen. Mit zunehmender Zeit stieg die Angst vor Fehlern in den Schweizer Reihen merklich. Und bekanntlich… Ein Fehlpass in der Befreiung brachte Smolina in Position. Sie fand im weiten Slot Skiba welche direkt abdrückte. Ihr Schuss rutschte Schelling noch unter dem Arm durch.

Doch heute sollte Zeit für einen Big Point sein. Die Schweizerinnen kürzten die Bank ein letztes Mal, hielten dagegen und wurden in der 57. Minute belohnt. Wieder tankten sich Trachsel und Staenz durch, ihr Abschluss fiel Stalder vor den Stock, 4:3. Sieg.

Die letzten Minuten brachten die Schweizerinnen ohne Probleme über die Runden, liessen sich auch durch das leere russische Tor nicht beirren und hielten den Puck weg vom eigenen Drittel.

So beendet die Schweiz die Weihnachts-/Neujahrkampagne versöhnlich und hat gezeigt, dass sie dran geblieben sind. Jedoch braucht es dazu eine disziplinierte, inspirierte Leistung über die ganze Spieldauer. Und diesen Schritt nahmen die Schweizerinnen heute erfolgreich.

Das Turnier gewann Kanada gegen ein dezimiertes Schweden. Finnland holte sich Bronze gegen Deutschland. Alles im Ticker: Link

 

Schweiz - Russland 4:3 (2:1, 0:0, 2:2)

Füssen / Arena - 50 Zuschauer - SR. Hertrich, Singer (Häring, Linesmann)

Tore: 7. Silina (Sosina, Smirnova) 0:1. 11. Laura Benz (Staenz, Stalder) 1:1. 16. Stalder (Trachsel, Staenz) 2:1. 43. Staenz (Stalder; Ausschluss Tkacheva) 3:1. 47. Dyubanok (Pavlova; Ausschluss Staiger) 3:2. 54. Skiba (Smolina) 3:3. 57. Stalder (Trachsel, Staenz) 4:3.

Strafen: 11 x 2 Minuten plus 1 x 10 Minuten (Raselli) gegen die Schweiz, 5 x 2 Minuten gegen Russland.

Schweiz: Schelling; Zollinger, Laura Benz, Thalmann, Julia Marty, Abgottspon, Forster, Staiger, Altmann; Staenz, Stalder, Trachsel, Fischer, Stefanie Marty, Rüegg, Stiefel, Raselli, Eggimann, I. Waidacher, M. Waidacher, N. Waidacher.

Bemerkungen: Schweiz ohne Heim (Ersatz), Alder und Hofstetter (überzählig) sowie Schranz (krank). Best Player Schweiz: Stalder. 47. Timeout Schweiz, 49. Timeout Russland. Schussverhältnis 27:46 gegen die Schweiz.