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Samstag, 27. Februar 2021 22:45

 

Women's League: Knappe Favoritensiege

Nein, eine Ausrede gab es nicht. Die beiden Spiele wurden live ins Netz gestreamt. Wer dennoch nicht dabei sein konnte und in Kürze die Siege der beiden Tabellenersten zusammengefasst haben möchte, bekommt hier das Wichtigste mit auf den Weg.

Das erste Duelle stieg im Heuried in Zürch, wo die ZSC Lions zur Mission "Vollendung 2020" aufbrachen. Standen sie noch vor einem Jahr einen Sieg vom Titel entfernt, so sind sie heuer daran, diese Mission abzuschliessen. Doch ihre Gegnerinnen aus dem Berner Oberland reisten nicht an, um dem Vorhaben Spalier zu stehen und wehrten sich nach Kräften. Beide Teams neutralisierten sich weitgehend, jedoch waren leichte Vorteile für die Lions auszumachen. Doch was sie dann mal bis zum Tor brachten war sichere Beute für Saskia Maurer. Auf der anderen Seite schob Caroline Baldin eine eher ruhigere Kugel.
Das Schicksal braute sich für die Gäste erst zusammen, als sich Bomo im Mittelabschnitt innert nur 10 Minuten 6 kleine Strafen leistete. So war es Lara Christen, welche schliesslich einen der raren Abpraller von Maurer nach einem Abschluss von Alina Marti in der 36. Minute über die Linie drücken konnte. Zuvor nutzte Marti den Platz welcher ihr im Powerplay geboten wurde für einen Angriff von hinter dem Tor. Dass ausgerechnet die beiden Berner Verstärkungen der Lions die Führung herausspielten ist kein Zufall, sind sie doch trotz ihres jungen Alters bereits feste Stützen der Limmatstädterinnen. Bomo auf der anderen Seite blieb im Powerplay weitgehend harmlos, musste gar einige Gegenstösse abwehren.
Als Bomos Kräfte ab Mitte des letzten Drittels nachliessen kamen die Hausherrinnen noch zu enigen Kontern, vermochten aber keine der Möglichkeiten zu nutzen. Auch als Bomo es noch mit einer 6. Feldspielerin versuchte verpassten sie das leere Tor in 5 Anläufen. Doch auch so brachten die topgesetzten Zürcherinnen den knappsten aller Vorsprünge über die Zeit. Insgesamt ein verdienter Sieg, welcher morgen in Thun jedoch erst noch zu bestätigen ist: Telegramm

Im Tessin starteten die Thurgau Indien Ladies mit einer veritablen Überraschung ins Spiel. Statt an die Bande begab sich Assistant Coach Anja Stiefel in Ausrüstung auf's Eis! Der von langer Hand geplante Coup liess das Kräfteverhältnis auf dem Eis denn auch ins Wanken bringen. Da Jenna Haeg nach den Weihnachten verletzungshalber nicht mehr für die Indien Ladies auflaufen konnte bereiteten die Gäste Stiefel in 4 Wochen auf den Einsatz in den Playoffs vor. An ihrer Stelle stand Emanuel Karrer als Assistenz von Headcoach Matthias Rehmann hinter der Bande.
Auch Lugano musste an der Bande neue Kräfte aufbieten Nachdem Vasco Soldini sich in Hospitalisation begeben musste wurde er heute an der Bande ebenfalls vertreten. Für ihn führten Pasi Koppinen und sein Assistent Christian Agustoni das Team in den Playoffkampf. 
Beide Teams starteten mit viel Einsatz in das Spiel. Angetrieben von ihren ersten Linien standen auch die zweite und dritten Formationen dem Unterhaltungswert in nichts nach. Lugano, mit Keely Moy anstelle Noemi Rhyner in der ersten Linie, konnte sich in der Folge ein wenig besser in Szene setzen und hatte mit Michelle Karvinen jenen Star in ihren Reihen, welche den Riecher für die Situation hat. In der 13. Minute fand die Ligatopskorerin den idealen Winkel für einen Slapshot, welcher Thurgaus Starterin zwischen den Pfosten, Roxanne Kis über ihre Schoner lassen musste. Doch spielt nicht bei eben diesen Indien Ladies die Nr. 2 der Punktesammlerinnen hinter Karvinen? Exakt! Und sie machte den Vorsprung der Heimmannschaft gleich wieder zunichte als sie sich gegen die Luganeser Hintermannschaft durchsetzte und am nahen Pfosten den Puck über Goalie Alexandra Lehmann lupfte. Dies nur knapp 2 Minuten nach Karvinens Führungstreffer.
Nach einem torlosen Mitteldrittel überschlugen sich die Ereignisse im letzten Abschnitt. Zweimal war es ebendiese Keely Moy, welche am linken Flügel vor dem Tor durch Michelle Karvinen bedient wurde und innert 2 Minuten auf 3:1 stellte. Doch auch die Gäste wussten zu antworten und kamen durch 2 Tore von Simona Studentova noch vor Ablauf der 50 Minuten wieder zum Gleichstand. Und dieser hielt bis in die Verlängerung als Michelle Karvinen mit ihrem zweiten Volltreffer für die Entscheidung sorgte. Ihr Schuss von der blauen Linie nach einem gewonnenen Bully schien zumindest haltbar. Dem Favorit war das natürlich recht, die Indien Ladies dürften sich aber für's morgige Spiel viel vornehmen.
Diese Serie ist so richtig lanciert: Telegramm

Schon morgen geht es weiter in Thun und Kreuzlingen. Sei auch du live dabei im Stream!