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Freitag, 07. Februar 2020 20:47

 

Schweiz geht gegen Finnland unter

Die Schweiz verliert in Eksjö das zweite Gruppenspiel gegen Finnland und ihr insgesamt 500. Länderspiel klar mit 2:8. Die Nordländerinnen zeigten damit eine starke Reaktion auf die Niederlage im vergangenen Dezember und spielen damit um Gold. Die Schweiz trifft morgen um 15:30 Uhr auf Russland.

Nein, die 100er Jubiläen sind kein Freund der Frauen Nationalmannschaft. Bislang gingen alle verloren. Und so sollte das Halbe Tausend auch keine Ausnahme bilden. Gegner Finnland war nicht zum Spalier aufgelegt und wollte, ja musste sich für die Niederlage im Dezember in Füssen revanchieren. Sie übernahmen von Anfang an das Zepter und erarbeiteten sich die hohe Anzahl Abschlüsse, deren Häufigkeit zwangsläufig einmal zum Erfolg führen müssen.

So eröffnete Nieminen den Torreigen Mitte des Startdrittels was den Suomi eine erste Sicherheit gab. Doch der vorzeitige Lichterlöscher für die Schweizer Jubiläumshoffnung war Yrjänens Tor kurz vor Drittelsende. Mit dem Glück des tüchtigen umschiffte sie die Schweizer Abwehrspielerin noch irgendwie so, dass sie aus kurzer Distanz Forehand abschliessen konnte. Danach war das Spiel fest in finnischer Hand.

Kurz nach Wiederanspiel und zur Spielhälfte gar in Unterzahl baten die Besten der Gegnerinnen zum Tanz und Karvinen schoss zwei Tore zur Siegsicherung. Leider kam eine Reaktion auf der Schweizer Seite der Anzeigetafel erst nachdem auch noch Holopainen ein Kabinettstückchen zeigen durfte. Evelina Raselli und Phoebe Staenz trafen innert nur 13 Sekunden mit einer Doublette zum zwischenzeitlichen 2:5. Danach regierten nur noch Strafen und der verletzungsbedingte Ausfall von Noemi Ryhner, welche nach einem Check von Finnland Savolainen verletzt ausschied.

Erst im letzten Abschnitt tat sich wieder was, als Tuominen in einfacher und Nieminen in doppelter Überzahl nachlegen konnten, ja durften. Nach Nieminens 8:2 war der Mist geführt und beide Teams liessen keine Treffer mehr zu.

Ja, es war eine Abstrafung der Schweizerinnen für den Mut vom Dezember und ja, es war keine Visitenkarte im Hinblick auf die Herausforderungen der WM. Doch man darf herausheben, dass beide eingesetzten Goalies ihre Sache hervorragend machten und es erwähnt sein darf, dass die allererste Aktion von Caroline Spies im Tor der A-Nati das Stoppen der alleine heranfahrenden Rantala war, welche eben von der Strafbank zurückkam.

Oder dass die Schweizerinnen in der besten Phase nach zwei Toren fast noch ein drittes nachgelegt haben was die Sache dann wieder spannend gemacht hätte. Aber nur hätte, denn Finnland war stark, sehr stark und beherrschte das Feld technisch, taktisch wie auch physisch derart, als dass den Schweizerinnen fast nur die Verliererstrasse blieb.

Trotzdem muss aus dem Team eine Reaktion kommen, will man morgen die Russinnen im Spiel um Rang 3 bezwingen. Dies nämlich fertigten Tschechen mit 5:1 ab und sendeten damit ihre Gegnerinnen ins Spiel um Rang 5, während die spielfreien Schwedinnen im Fernsehsuhl über den Einzug ins Final informiert wurden.
Die Schweiz spielt morgen um 15:30 ihr letztes Spiel anlässlich der Vorsaison. Danach geht es Ende März nach Kanada an die WM.

Schweiz – Finnland 2:8 (0:2, 2:3, 0:3) - Telegramm

Eksjö / Storegardshallen – 238 Zuschauer - SR. Furberg, Haack (Kainberger, Hammer)

Tore: 9. Nieminen (Savolainen) 0:1. 19. Yrjänen (Vainikka, Laitinen) 0:2. 22. Karvinen (Tapani, Hiirikoski) 0:3. 28. Karvinen (Tapani, Hiirikoski; Ausschluss Rantala!) 0:4. 34. Holopainen (Nieminen) 0:5. 35. (34:37) Raselli (Stalder) 1:5. 35. (34:50) Staenz 2:5. 44. Tuominen (Laitinen, Savolainen; Ausschluss Stalder) 2:6. 51. Nieminen (Karvinen, Tapani; Ausschlüsse Bullo, Forster) 2:7. 55. Nieminen (Tapani, Karvinen) 2:8.

Strafen: 7 x 2 Minuten gegen die Schweiz, 4 x 2 Minuten gegen Finnland.

Schweiz: Maurer (ab 28. Spies); Bullo, Vallario; Forster, Sigrist; Wetli, Christen; Thalmann, Hofstetter; Stalder, Raselli, Rüegg; Staenz, Leemann, Laura Zimmermann; Schlegel, Rüedi, Ryhner; Merz, Lutz, Frey.

Bemerkungen: 36. Ryhner verletzt ausgeschieden. Best Player Schweiz: Staenz. Schussverhältnis: 9:53 gegen die Schweiz. 500. Länderspiel der Frauen A-Nationalmannschaft.