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Samstag, 08. Februar 2020 21:47

 

Schweiz wird 4. an den EHT-Finals

Die Schweiz belegt nach der Niederlage gegen Russland den 4. Platz an den EHT-Finals in Schweden. Dabei zeigten die Eisgenossinnen eine deutliche Steigerung zum Vortag. Die Schweizerinnen steckten nach dem frühen Rückstand nicht auf und konnten die Sbornaja bis zuletzt fordern.

Headcoach Colin Muller fand am Morgen nach der schweren Niederlage gegen Finnland deutliche Worte und verlangte eine klare Steigerung gegenüber dem Vortag. Dieses Ziel verfolgten die Schweizerinnen denn auch von Anfang an. Und sie taten gut daran, die Russinnen in diesem Spiel um Rang 3 zu fordern, trafen diese doch schon mit dem ersten Einsatz der in die Sbornaja zurückgekehrten Lyudmila Belyakova.

Das Schweizer Powerplay lief besser als noch in den beiden Spielen in Eksjö, doch Zählbares schaute nicht heraus. Ebenso hatte man das russische Überzahlspiel im Griff und kreierte bei numerischen Gleichstand gute Chancen.
Dennoch dauerte es bis in die Hälfte des Schlussabschnitts, ehe die Schweiz ausgleichen konnte. Phoebe Staenz zog einen Rush über rechts an und bediente die mitgelaufene Lisa Rüedi, welche Morozova Hocheck bezwingen konnte.

Die Russinnen reagierten heftig auf den Gegentreffer und konnten nochmals Druck aufbauen. Dies wurde in der 56. Minute durch Pavlova belohnt, welche ein 2 gegen 1 mit einem satten Schuss erfolgreich abzuschliessen vermochte.
So fanden die Bemühungen der Eisgenossinnen doch kein Happy End und Belyakova setzte wenige Sekunden vor Schluss noch einen drauf als sie einen Abpraller verwerten konnte.

Trotz der Niederlage darf die Équipe aus der Schweiz mit der Reaktion auf das Finnlandspiel zufrieden sein. Von einem Klassenunterschied wie am Vortag konnte nicht mehr die Rede sein und auch die Abschlüsse wurden mehr und mehr mit Verlauf des Spiels. Doch zeigten sie sich auch wiederum wenig effizient im Überzahlspiel und zu wenig kaltblütig, wenn sich die Chancen anboten.

Gewonnen wurde das Turnier durch Finnland, welches getragen von der ersten Linie auch Schweden im Final mit 4:0 zu bezwingen vermochte. Tschechien schlug am Mittag Deutschland knapp mit 2:1 und holte sich noch den 5. Rang.
Die Spielerinnen reisen nun wieder zurück in ihre Klubs und beginnen demnächst die Playoffs. Am Ende dieser steht die Selektion für die WM in Halifax und Truro wo die Schweiz in der Gruppe A auf Weltmeister USA, Gastgeber Kanada, Vizeweltmeister Finnland und Russland treffen wird.

Schweiz – Russland 1:3 (0:1, 0:0, 1:2) - Telegramm

Tranas / Stiga Arena - 192 Zuschauer - SR. Furberg, Nurmi (Nilsson, Andersson)

Tore: 3. Belyakova (Shokina, Batalova) 0:1. 51. Rüedi (Staenz, Laura Zimmermann) 1:1. 56. Pavlova (Nikolayeva) 1:2. 60. (59:39) Belyakova (Mitrofanova, Shokina) 1:3.

Strafen: 5 x 2 Minuten gegen die Schweiz, 5 x 2 Minuten gegen Russland.

Schweiz: Maurer; Thalmann, Hofstetter; Leemann, Christen; Forster, Sigrist; Bullo, Vallario; Lutz, Rüedi, Laura Zimmermann; Stalder, Raselli, Rüegg; Staenz; Wetli, Schlegel; Merz, Frey.

Bemerkungen: Schweiz ohne Spies (Ersatz) und Ryhner (verletzt). Best Player Schweiz: Maurer. Schussverhältnis: 20:34 gegen die Schweiz.