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Sonntag, 10. November 2019 16:10

 

Schweiz schlägt Deutschland

Die Schweiz schliesst das 5-Nationenturnier in Dmitrov auf dem 4. Platz ab. Im letzten Spiel der Turnierwoche schlagen sie Deutschland mit 3:2 nach Penaltyschiessen.

Nach dem aufopfernden Auftreten am Vortag und einer nicht allzu langen Erholungsphase stellten sich die Schweizerinnen der letzten Herausforderung in Dmitrov.

In den ersten 20 Minuten ging das Spiel munter hin und her. Gerade am Anfang brachte Deutschland mehr Druck auf das Tor von Andrea Brändli. Diese wusste aber alle Versuche der Nachbarinnen zu neutralisieren. Es bedurfte einer Strafe gegen Deutschland Kerstin Spielberger um das Spiel zu lancieren. Lara Stalder schloss mit einem Hocheckschuss ein druckvolles Powerplay ab. Dies nur eine halbe Minute vor Ende des Drittels.

Das Mitteldrittel knorzte sich durch, kein Team konnte Akzente setzen. Erst das letzte Drittel brachte wieder Action. Zuerst konnte sich die erste Reihe um Evelina Raselli, Rahel Enzler und Noemi Ryhner erfolgreich durchsetzen und liess Ryhner am Schluss das leere Tor. Dann verpassten die Eisgenossinnen in 2 Minuten 5 gegen 3 den K.o.-Schlag so dass in der nächsten Strafe gegen die Nachbarinnen Delarbre den Puck im Penaltykilling stehlen und am Schluss im zweiten Anlauf an Brändli vorbeibringen konnte. Und dann stellten sich die Schweizerinnen selbst ein Bein mit zu vielen Spielerinnen auf dem Eis. Nix dankte und lenkte zum Ausgleich ab.

In der Overtime mussten sich die Schweizerinnen im Boxplay beweisen, standen die Unterzahl aber gemeinsam durch. Die Deutschen verfehlten das Tor oder den Rebound zur Entscheidung. So musste das Penaltyschiessen über die Siegerinnen entscheiden. Lara Stalder und Laura Zimmermann (mit dem letzten Versuch!) glichen die deutsche Führung jeweils aus, Stalder’s zweiter Versuch im 6. Penaltyschuss traf die hohe Ecke, Delarbre für Deutschland konnte nicht mehr antworten. Andrea Brändli krönte eine starke Leistung mit dem entscheidenden Save.

So gewinnt die Schweiz das Duell gegen die Erzrivalinnen und damit den 4. Rang in Dmitrov. Jedoch müssen die Eisgenossinnen angesichts der drei Niederlagen zuvor definitiv über die Bücher. Ein Schussverhältnis von jeweils ca. 1:5 pro Spiel gegen Tschechien, Finnland und Russland muss zwingend korrigiert werden, soll man sich an der europäischen Spitze halten wollen. Mit Colin Muller steht aber jener Lehrer bereit, welcher sich diesem Umstand annehmen kann.

Für die Schweiz geht es Mitte Dezember in Füssen weiter mit dem zweiten EHT der Saison. Dannzumal gegen Deutschland, Finnland und Schweden.   

Deutschland – Schweiz 2:3 nP (0:1, 0:0, 2:1, 0:0, 0:1) - Telegramm

Dmitrov / Ice Palace Shaiba - 120 Zuschauer - SR. , (,)

Tore: 20. (19:37) Stalder (Enzler, Christen; Ausschluss Spielberger) 0:1. 43. Ryhner (Enzler) 0:2. 53. Delarbre (Ausschluss Rothemund!) 1:2. 57. Nix (Ausschluss Rüedi) 2:2. Penaltyschiessen: Lanzl (Brändli hält), Raselli (Harss hält), Delarbre 1:0, Leemann (Harss hält),Spielberger (verschiesst), Stalder 1:1, Eisenschmidt 1:2, Enzler (Harss hält), Nix (verschiesst), Laura Zimmermann 2:2, Stalder 2:3, Delarbre (Brändli hält).

Strafen: 5 x 2 Minuten gegen die Schweiz, 6 x 2 Minuten gegen Deutschland.

Schweiz: Brändli; Stalder, Christen; Bullo, Forster; Hofstetter, Gianettoni; Gianola, Hauser; Ryhner, Raselli, Enzler; Lutz, Leemann, Zimmermann; Ingold, Rüedi, Thalmann; Neuenschwander.

Bemerkungen: Schweiz ohne Maurer (Ersatz), Rüegg und Sigrist (verletzt). Best Player Schweiz: Lara Christen. Torschüsse: 18:31 gegen die Schweiz. Vor dem Spiel Sandra Thalmann für 150, Rahel Enzler für 50 Länderspiele geehrt.