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Gruppenbild nach dem Spiel.

Freitag, 23. August 2019 22:58

 

Die Schweiz mit Sieg im 100. Spiel

Die Schweiz gewinnt das historische 100. Spiel gegen Deutschland mit 3:2. Dominique Rüegg und Alina Müller (2) treffen zum 50. Schweizer Sieg in der Serie zwischen den beiden Erzrivalen. Damit geht die Schweiz am 3-Nationenturnier temporär in Führung und braucht morgen gegen Ungarn "nur" einen Punkt zum Turniersieg.

Der Start in die Ära Colin Muller ist dem Schweizer Team geglückt. Mit 3:2 schlagen die Eisgenossinnen Erzrivalen Deutschland im insgesamt 100. Vergleich der Geschichte. Damit steht der Schweizer Nati die Türe zum Gesamtsieg offen.

Beide Teams waren sich der expliziten Ausgangslage bewusst und schenkten sich entsprechend nichts. So blieb das Spiel auch bis zur Schlusssirene offen. Auf ein Tor musste Neoheadcoach Muller indes nicht lange warten. Bereits in der ersten Minute traf Dominique Rüegg von hinter dem Tor (!) an Julia Flötgens Bein und irgendwie ins Gehäuse. Es blieb aber das einzige Geschenk der deutschen Schlussfrau. Danach ging es munter hin und her und beide Teams hatten ihre Möglichkeiten. Profitieren konnte aber nur noch der Nachbar im ersten Abschnitt. Laura Zimmermann wanderte in die Kühlbox, was Neuling Weidenfelder aus spitzem Winkel die Möglichkeit gab, ihr bereits zweites Turnier- und Karrieretor zu erzielen. Goalie Saskia Maurer musste den Treffer wohl oder übel einstecken.

Gleich nach Wiederbeginn verirrte sich eine 6. Schweizer Spielerin auf's Eis was wiederum Unterzahl bedeutete. Auch in diesem Überzahlspiel blieb Deutschland erfolgreich. Zorn kam von links, erhielt den Puck und haute ihn im Fallen ins hohe Eck. Ein schöner Treffer der Teamleaderin der Bundesadler. Dieser Treffer gab den Nachbarinnen sichtlich Schwung und Deutschland erlebte die beste Phase des Spiels, konnte aber nicht davon profitieren. Es war im Gegenteil die Schweiz, welche den neuerlichen Ausgleich des Spiels bewerkstelligen konnte. Noemi Ryhner holte sich im Forechecking die Scheibe, drehte sich aus der Ecke heraus und sah Alina Müller auf der weiten Seite heranfliegen. Ihr Pass sass genau, ebenso wie der folgende Schuss der als Captain des Turniers eingesetzten Winterthurerin.

So musste die Entscheidung abermals vertagt werden. Doch diese sollte im letzten Drittel folgen. 6 Minuten vor Schluss trennte Janine Hauser die deutsche Gegnerin an der Bande von der Scheibe, zog hinter dem Tor durch und entledigte sich zweier Kontrahentinnen mit einer schönen Körpertäuschung. Ihr Pass fand anschliessend die Stockschaufel von Alina Müller, welche der deutschen Hintermannschaft enteilen und Flötgen zum 3:2 schlagen konnte.

Diesen Vorsprung liessen sich die Eisgenossinnen dann auch nicht mehr nehmen und brachten sich so zu einen ersten Sieg in der Saison, zum 50. insgesamt gegen Deutschland im 100. Spiel und eine Grussbotschaft an ihren neuen Trainer. Morgen wartet mit Ungarn ein Gegner, welcher durch Körpergrösse, Heimvorteil und Kampfkraft eine besondere Herausforderung für das junge Schweizer Team sein werden. Nichts desto trotz reicht ein Punkt für den Turniersieg. 

Schweiz - Deutschland 3:2 (1:1, 1:1, 1:0) - Telegramm

Érd / SJégcsarnok - 20 Zuschauer - SR. Varju (Doma-Szalai, Suranyi)

Tore: 1. (00:38) Rüegg (Staenz, Raselli) 1:0. 18. Weidenfelder (Botthof, Strobel; Ausschluss Zimmermann) 1:1. 23. Zorn (Gleissner, Fiegert; Ausschluss Raselli) 1:2. 37. Alina Müller (Ryhner) 2:2. 54. Alina Müller (Hauser) 3:2.

Strafen: 2 x 2 Minuten gegen die Schweiz, 5 x 2 Minuten gegen Deutschland.

Schweiz: Maurer; Christen, Lutz; Vallario, Forster; Hauser, Wetli; Ryhner, A. Müller, Leemann; Rüegg, Raselli, Staenz; Emmenegger, Ryser, Quennec; Laura Zimmermann, Ingold, Fortin.

Bemerkungen: Schweiz ohne Heim (Ersatz). Best Player Schweiz: Christen. Torschüsse: 27:33 gegen die Schweiz.