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Donnerstag, 07. Februar 2019 23:12

 

Schweiz verliert knapp gegen Russland

Die Schweiz verliert zwar gegen Russland zum Start der EHT-Finals, kann aber mit Sicherheit behaupten, die Novemberniederlage vergessen gemacht zu haben.

Noch im November 2018 verloren die Schweizerinnen in Monthey mit 1:8 gegen die russische "Sbornaja" und mussten den Turniersieg den Gästen überlassen. Heute aber konnten sie eine starke Reaktion zeigen und hielten das Spiel bis zum Schluss eng und spannend.

Der Start war harzig, konnten die Russinnen doch bereits nach 91 Sekunden mittels Ablenker treffen. Die erstmals seit August wieder im Tor stehende Andrea Brändli war machtlos, hielt aber ihre Farben danach ruhig und gut disponiert im Spiel.
Und dass es mit einem Unentschieden in die Kabine ging, dafür sorgte die in Dmitrov als Captain amtende Isabel Waidacher. Zwar sprang der Puck in der Offensivzone etwas glücklich vom Schlittschuh des Linesman ab, das aber war der Bünderin egal. Mit einem trocken Schuss über die Schoner stellte sie die Uhr wieder auf "Null".

Dass sich die Russinnen trotzdem aus der Affäre ziehen konnten dafür sorgten zwei Gegenstösse in der zweiten Hälfte des Mitteldrittels. Einmal Dobrodeyeva mit einem Rebound und einmal Pirogova, welche einen Rush aus der eigenen Zone setzte und schliesslich von Sosina wieder bedient wurde.

Der Rest war für die Russinnen mehr Arbeit als erwartet, viele Abschlüsse kamen aus der Distanz und was einmal nahe am Tor war verschwand in der Rüstung von Andrea Brändli.
Dass für die Schweizerinnen nicht mehr drin lag kann das Team von Headcoach Daniela Diaz selbst korrigieren. Und hat dazu bis morgen Abend Zeit wenn es gegen Schweden bereits um den wahrscheinlichen Vorrundenplatz geht. Dieser entscheidet, in welches Rangierungsspiel die Schweizerinnen kommen.

In jenem könnte es gegen Finnland oder Deutschland gehen. Diese beiden Teams der zweiten Gruppe standen sich am Nachmittag gegenüber. Dabei liess Finnland den Bundesadlern unter der neuen Führung von Headcoach Christian Künast nicht den Hauch einer Chance. Gerade einmal in den ganzen 60 Minuten konnten sich die Deutschen bei 5 gegen 5 länger als 10 Sekunden in der Zone der Nordländerinnen festsetzen, ansonsten blies der Wind permanent in die andere Richtung. Die Folge war ein klares 7:0 für den Turnierfavoriten.  

Russland - Schweiz 3:1 (1:1, 2:0, 0:0)

Dmitrov / Arena - 748 Zuschauer - SR. Ermak, Ivanova (Mukha, Kurashova)

Tore: 2. Starovoitova (Sosina, Chistiakova) 1:0. 14. I. Waidacher 1:1. 33. Dobrodeyeva (Timofeyeva, Pavlova) 2:1. 39. Pirogova (Sosina, Smolina) 3:1.

Strafen: 3 x 2 Minuten gegen die Schweiz, 3 x 2 Minuten gegen Russland.

Schweiz: Brändli; Vallario, Bullo; Forster, Wetli; Christen, Leemann; Gianola; Rüegg, Raselli, Enzler; Isabel Waidacher, Staenz, Schlegel; Ryser, Rüedi, Fortin; Hauser, Ryhner, Chelsea Bränm.

Bemerkungen: Schweiz ohne Maurer (Ersatz). Schussverhältnis 16:35 gegen die Schweiz.