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Samstag, 15. Dezember 2018 19:04

 

Niederlage auch gegen Finnland

Die Schweizerinnen verlieren auch ihr drittes Spiel anlässlich des EHT-Turniers. Beim 1:4 gegen Gastgeber Finnland im WM-Stadion von 2009 können sie nur im Mittelabschnitt Akzente setzen und müssen sich ansonsten der permanenten Angriffe der WM-Ausrichter 2019 erwehren.  

Natürlich war es auch eine Frage der Restenergie im vierten intensiven Spiel in vier Tagen. Doch die Schweizerinnen waren bemüht, den auf dem Papier relevanten Unterschied gegenüber der Weltnummer 3 so klein wie möglich zu halten. Die Bullystatistik der ersten Minuten war ermutigend und auch die Spielanteile stimmten.
Bis in der 6. Minute Rahel Enzler auf die Strafbank musste und Finnland bereits nach 13 Sekunden Überzahlspiel einen Rebound unter die Latte knallen konnte. Dies brach den Bann bei den Gastgeberinnen welche nun ihr Angriffsspiel ins Rollen brachten und das Gehäuse von Janine Alder mit einem Dauerfeuer belegten. Alleine in den ersten 20 Minuten musste Alder 21 Schüsse abwehren, rund ein Dutzend mehr erreichte sein Ziel noch nicht einmal.

Erst im zweiten Drittel zollten die Finninnen ihrem Anfangssturm etwas Tribut und kamen nicht mehr so dominant daher wie zuvor. Prompt nutzte dies Alina Müller zum etwas kuriosen, aber aus Schweizer Sicht trotzdem willkommenen Anschlusstreffer. Wie am Tag zuvor eroberte Müller die Scheibe im Unterzahlspiel und versenkte auch diese Scheibe nach einem Rush über das ganze Feld im gegnerischen Tor. Glücklich begünstigt von der finnischen Verteidigerin, welche noch den Stock dazwischen bringen wollte. Der Puck sprang so unglücklich vom Stock ab dass dieser über Torhüterin Oksman sprang und sich hinter ihr ins Tor senkte.

Erst als Karvinen mit ihrem zweiten Treffer in der 45. Minute auf 3:1 erhöhte schwand langsam die Hoffnung auf ein Schweizer Wunder. Angesichts der doch frappanten Überlegenheit der Finninnen wäre dies tatsächlich aber eine der grösseren Sensationen geworden.
So blieb es zum Schluss beim 1:4 aus Schweizer Sicht nachdem auch Jungstar Nieminen noch traf und Finnland so den Sieg endgültig sicherte.

Verstecken mussten sich die Eisgenossinnen mit der Leistung nicht. Sie kämpften, ackerten und warfen sich in 21 Schüsse. Ausbezahlt hat es sich am Ende nicht in Punkten aber in Moral für den weiteren Weg bis zur WM in Espoo.

Janine Alder im Tor der Schweizerinnen musste 48 Schüsse parieren, einige davon hochkarätig. Doch die Mönchaltorferin tat das mit Ruhe und Fleiss und reagierte so gebührend auf die Niederlage gegen Schweden vom Mittwoch. 
   

Finnland - Schweiz 4:1 (1:0, 1:1, 2:0)

Hämeenlinna (FIN) / Ritari Areena - 180 Zuschauer - SR. Nurmi, Ketonen (Sainio, Ronkainen) 

Tore: 7. Savolainen (Hiirikoski, Karvinen; Ausschluss Enzler) 1:0. 25. Karvinen (Tuominen, Savolainen) 2:0. 27. Alina Müller (Ausschluss Isabel Waidacher!) 2:1. 45. Karvinen (Hiirikoski) 3:1. 49 Nieminen (Hovi, Rahunen) 4:1.

Strafen: 5 x 2 Minuten gegen die Schweiz, 1 x 2 Minuten gegen Finnland.

Schweiz: Alder; Altmann, Leemann; Forster, Christen; Vallario, Wetli; Hauser; Staenz, Alina Müller, Isabel Waidacher; Rüegg, Raselli, Enzler; Ryser, Rüedi, Quennec; Schlegel, Ryhner, Chelsea Bräm.

Bemerkungen: Schweiz ohne Maurer (Ersatz), Best Player Schweiz: Altmann. Schussverhältnis: 9:48 gegen die Schweiz. Vor dem Spiel Alina Müller für 100 Länderspiele geehrt.