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Donnerstag, 01. März 2018 05:53

Von: Daniel Monnin

SWHL A: Playoffs

Die Meisterschaft der Swiss Women’s League A geht nach der einmonatigen Olympia-Pause mit den Playoff-Halbfinals in die entscheidende Phase. Klarer Favorit auf den Meistertitel sind die ZSC Lions, der fünffache Meister der letzten sieben Jahre.

Eigentlich ist in der Best-of-Five-Halbfinalserie des Serienmeisters ZSC Lions gegen das viertplatzierte Reinach auf dem Papier alles vorgegeben. Allerdings hat der unangefochtene Qualifikationssieger seine einzige Niederlage in 20 Spielen ausgerechnet gegen Reinach eingefahren. Zudem stellt sich die Frage, wie frisch die 11 Olympia-Teilnehmerinnen nach ihrer dreiwöchigen Parforce-Leistung ohne viel Erholungszeit sein werden. Trotzdem: Die ZSC Lions bleiben der klare Favorit auf den Finaleinzug und Team-Leaderin Angela Weber lässt keinen Zweifel über die Ambitionen aufkommen: „Ja, wir streben die Titelverteidigung an.“ Oder anders formuliert: Alles andere als der dritte Titel in Folge wäre für das beste Schweizer Team der letzten Jahre eine Enttäuschung. Bei den Lions werden die beiden Olympia-Fahrerinnen Sara Benz und Shannon Sigrist (Novizen) fehlen. In Reinach gibt man sich nach dem Erreichen des Saisonziels Playoffs optimistisch: „Wir haben unser Ziel klar erreicht, das Optimum erreicht und können ohne Druck in die Playoffs gehen“, sagt Trainerin Mel Häfliger, die auf Torhüterin Vanessa Bolinger (Playoffs mit Chur-Elite) verzichten muss. Im Tor der Aargauerinnen wird Ramona Forrer spielen.

In der zweiten Halbfinal-Serie zwischen dem sechsfachen Meister Lugano und dem Cup-Silberteam von Bomo Thun ist die Ausgangslage offen. Lugano hat drei der vier Spiele in der Regular Season gegen die Thunerinnen gewonnen. Für Teammanager Sydney Piaget geht es deshalb darum, „das Beste aus den Playoffs herauszuholen. Wir haben ein junges Team, mit Justine Forster, Jasmine Fedulov, Gaia Mottis, Leah Huhnke, Emma Montalbetti, Aurela Thalmann und neu für die Playoffs auch Ladina Staub sieben junge Spielerinnen integriert.“ Man könne mit den Lions nicht mithalten, sagt Piaget und lobt auch das taktische System von Bomo Thun. Thuns Sportchef Roger Rensch hingegen gibt sich kategorisch: „Wir wollen ins Finale.“ Damit hätten die Berner Oberländerinnen nach dem doppelten Bronzegewinn vor einem Jahr eine weitere Erfolgsstufe mit mindestens zwei Silbermedaillen erklommen. Beide Teams können „au grand complet“ antreten.

In den Playouts stehen sich das fünftplatzierte Neuchâtel Hockey Academy und der Tabellenletzte Weinfelden gegenüber. Die Neuenburgerinnen, zweifache Bronzemedaillengewinner in den letzten vier Jahren, haben drei der vier Spiele gegen Weinfelden für sich entscheiden können, den Thurgauerinnen aber im letzten Saisonspiel auch den einzigen Sieg zugestehen müssen. Weinfelden hat vor der Olympiapause seinen Trainer Adrian Gischig nach dessen Rücktritt durch Kreuzlingen-Coach Christian Oesch ersetzt und geht deshalb mit neuem Schwung in die Playouts. Für Neuenburg-Präsidentin Laure Aeschimann und Weinfelden-Sportchef Tury Wagner – beide melden ein unverändertes Team – ist deshalb der Playoff-Weg vorgegeben: Möglichst schnell und auf direktem Weg den Ligaerhalt sicherstellen.

Playoff-Final in der SWHL B

In der SWHL B stehen sich im Final Meister GCK Lions und Langenthal gegenüber. Die Zürcherinnen haben beide Spiele in der Regular Season mit einem Tor Unterschied gewonnen, hatten im Halbfinal gegen das Überraschungsteam aus Kreuzlingen jedoch mehr Mühe als erwartet. Langenthal setzte sich in zwei Spielen gegen Brandis durch.