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Captain Livia Altmann und ihr Team schauen dem WM-Start entgegen (Bild SIHF/Manuel Lopez)

Donnerstag, 30. März 2017 15:22

Von: Daniel Monnin

Vorschau Frauen-Top-Division-WM

Das offizielle (Minimal-)Ziel der Schweizer Frauen-Nationalmannschaft an der Top-Division-WM in Plymouth (USA) heisst Ligaerhalt. In der ausgeglichenen Gruppe mit Tschechien, Schweden und Aufsteiger Deutschland ist jeder Ausgang möglich.

Nach der erfolgreichen Olympia-Qualifikation im Februar in Arosa geht es für das Team von Nationaltrainerin Daniela Diaz in Plymouth (USA) vom 31. März bis 7. April in erster Linie um den Ligaerhalt. Der spezielle Modus mit einer „Medaillengruppe“ mit Weltmeister USA, Kanada, Finnland und Russland und einer „Promotionsgruppe“ mit der Schweiz, Tschechien, Schweden und Aufsteiger Deutschland mahnt zur Vorsicht. Diaz spricht von einer „ausgeglichenen Gruppe, in der Details entscheiden werden“ und gibt deshalb den Ligaerhalt als oberstes Ziel an. Die Türe für eine Viertelfinal-Qualifikation, die man in den letzten fünf Jahren viermal erreicht hat, mit dem Höhepunkt der Bronzemedaille 2012 in Burlington, bleibt allerdings weit offen. Das würde auch dem Standard der eigenen Ansprüche der Spielerinnen und des Verbandes entsprechen.

Diaz‘ Vorsicht ist allerdings verständlich, denn Siege gegen die drei Gruppengegner sind alles andere als selbstverständlich. Tschechien sinnt nach der Niederlage in Arosa und der verpassten Olympia-Qualifikation auf Revanche, gegen Schweden gab es in den letzten Jahren – trotz des sensationellen Sieges im Bronzespiel in Sotschi – mehr Niederlagen als Siege und die Spiele gegen den wiedererstarkten Nachbarn Deutschland sind erfahrungsgemäss eng und weisen Derbycharakter auf. Andererseits ist das Frauen-Nationalteam vor allem 2017 erstaunlich abgeklärt und souverän aufgetreten. Nur die beiden erst platzierten Teams werden nach drei Spielen in die Viertelfinals aufsteigen, die Teams auf den Rängen 3 und 4 werden untereinander in einer Best-of-3-Serie den Absteiger in die Division I ausmachen.

Mit zwei WM-Rookies

Daniela Diaz vertraut bei ihrer ersten WM als vollamtliche Nationaltrainerin weitgehend auf jenen Stamm an Spielerinnen, der die Geschichte des Schweizer Frauenhockeys in den letzten Jahren geprägt hat. Für Nina Waidacher, die sich in der Vorbereitung ohne gegnerische Einwirkung an der Schulter verletzt hat, nominierte sie diese Woche Lugano-Verteidigerin Céline Abgottspon nach. Mit dabei sind auch zwei WM-Rookies, die beiden 17jährigen Stürmerinnen Lisa Rüedi – war bereits in Arosa im Team – und Rahel Enzler. Beide gehören seit drei Jahren zur U18-Nati und entwickelten sich zu Eckpfeilern im Nachwuchsteam. „Ich habe das zurzeit beste Team aufgeboten“, sagt Diaz zu ihrer Auswahl von 20 Feldspielerinnen und 3 Torhüterinnen. Nicht weniger als sechs Spielerinnen (Florence Schelling, Janine Alder, Livia Altmann, Phoebe Staenz, Lara Stalder und Anja Stiefel) spielen in Schweden oder in Übersee, acht stammen aus dem Meisterteam der ZSC Lions.

Das WM-Aufgebot

Tor: Janine Alder (95, St. Cloud University/USA),  Andrea Brändli (97, Thurgau Young Lions). Florence Schelling (89, Linköping/SWE).

Verteidigung: Livia Altmann (94, Colgate University/USA), Céline Abgottspon (95, Lugano), Laura Benz (92, ZSC Lions), Nicole Bullo (87, Lugano), Sarah Forster (93, Neuchâtel Hockey Academy), Christine Meier (86, ZSC Lions), Shannon Sigrist (99, Rapperswil-Jona Lakers), Sabrina Zollinger (93, ZSC Lions).

Sturm: Tess Allemann (98, Bomo Thun/SCL Young Tigers), Rahel Enzler (2000, Innerschwyz Future/Rapperswil-Jona Lakers), Alina Müller (98, Kloten), Evelina Raselli (92, Lugano), Lisa Rüedi (2000, ZSC Lions/Dübendorf), Dominique Rüegg (96, ZSC Lions), Phoebe Staenz (94, Yale University/USA), Lara Stalder (94, University of Minnesota Duluth/USA), Anja Stiefel (90, Lulea/SWE), Sandra Thalmann (92, Reinach), Monika Waidacher (90, ZSC Lions), Isabel Waidacher (94, ZSC Lions).

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Die WM-Spiele

Freitag, 31. März, 12 Uhr (18 Uhr Schweizer Zeit): Tschechien – Schweiz. Samstag, 1. April, 18 Uhr (24 Uhr Schweizer Zeit): Schweiz – Schweden. Dienstag, 3. April, 12 Uhr (18 Uhr Schweizer Zeit): Deutschland – Schweiz. Viertelfinals oder Playout ab Mittwoch, 4. April.

Die Spiele Tschechien – Schweiz und Deutschland – Schweiz werden im Livestream von SRF übertragen.