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Donnerstag, 09. März 2017 05:54

 

SWHL A: Weinfelden oder Langenthal?

Wer spielt nächstes Jahr in der SWHL A: Weinfelden oder Langenthal? Am Samstag beginnt die Best-of-3-Serie der Ligaqualifikation.

Mit dem SC Langenthal trifft Weinfelden weder auf den B-Meister GCK Lions noch auf den Finalisten Brandis, sondern „nur“ auf den Meisterschaftsdritten und Playoff-Halbfinalverlierer. Die Langenthaler, letzte Saison in ihrem ersten Meisterschaftsjahr von der SWHL C in die SWHL B aufgestiegen, sind das einzige Team aus der zweithöchsten Liga, das „einen Aufstieg annehmen würde“, wie Trainer Ruedi Minder sagt. „Wir stellen uns der sportlichen Herausforderung, wir wollen uns weiterentwickeln, egal ob dies nun in der B- oder der A-Liga sein wird.“ Minder gibt zwar zu, dass „unser Konzept, das wir vor zwei Jahren vorgelegt haben, mittelfristig einen Aufstieg in die A-Klasse vorsieht,“ aber im Vordergrund stehe nach wie vor die Ausbildung eigener und regionaler, junger Spielerinnen.

Alles kann, nichts muss: Nach diesem Motto wird Langenthal die Ligaqualifikation bestreiten – dass kann, muss aber nicht, ein mentaler Vorteil für die ans Siegen gewöhnten Oberaargauerinnen sein. Wie man gegen Weinfelden gewinnt, haben sie im November letzten Jahres im Cup-Achtelfinal schon einmal vorgezeigt, als Weinfelden in Langenthal die wohl peinlichste aller Saisonniederlagen bezog. „Vom Tempo her konnten wir erstaunlich gut mithalten“, sagt Minder, verweist jedoch auf die „jahrelange Erfahrung der Weinfelderinnen in der obersten Liga. Wir werden Weinfelden mit Sicherheit mit dem nötigen Respekt begegnen.“

Die Stimmung im Team sei gut, sagen SCW-Ladies-Trainer Adrian Gischig und Teamleiter Tury Wagner unisono vor den entscheidenden Spielen der Saison. „Wir haben mit dem Team in den letzten Tagen viel gearbeitet“, weiss Wagner, der Langenthal als „ein ausgeglichenes Team ohne Schwächen“ bezeichnet. „Wir sind bereit für die letzten Spiele und werden Langenthal sicher nicht unterschätzen.“

Stimmung gut, alles gut? Beileibe nicht, denn Weinfelden startet zwar als A-Vertreter in der Rolle des Favoriten, doch Gischig warnt: „Das wird eine enge Sache.“ Platz für Ausrutscher bietet sich praktisch keiner, denn die Serie ist auf drei Spiele begrenzt. Während Langenthal aus dem Vollen schöpfen kann, stehen Gischig nicht mehr alle Kaderspielerinnen zur Verfügung. „Gegen Ende Saison kann man selten in Bestbesetzung spielen“, meint er dazu lapidar.