U16: Europameisterschaft in Ungarn

vom 27. - 30.4.2017 in Budapest

Kaum ist die U16 neuer Standard in Europa, so wurde auch gleich ein vor 20 Jahren untergegangenes Turnier wiederbelebt, die Europameisterschaft. Und ide erste Austragung beendet die Schweiz auf dem sehr guten 5. Platz!

Eine Idee, welche von der Schweiz im Dezember 2015 lanciert wurde fand in Ungarn bereits fortgeschrittenen Anklang. Die oberste Frauenhockeyanerin der IIHF, Szusanna Kolbenheyer, stammt aus Ungarn und nahm das Heft gleich selbst in die Hand. Zwar nicht als offizieller IIHF-Anlass geführt, nichts desto trotz aber ein starkes Zeichen aus Europa!

Gespielt wurde in der Hauptstadt Budapest und in dieser ersten Austragung nahmen 8 Teams in zwei Gruppen teil. Die Gewinner der beiden Vorrundengruppen spielten am 4. Tag um Gold, die Zweiten um Bronze usw.

Teilnehmer Gruppe A:
- Schweiz U16 (Aufgebot)
- Finnland U16
- Tschechien U16
- Slowakei U16

Teilnehmer Gruppe B:
- Schweden U16
- Deutschland U16
- Österreich U16
- Ungarn U16

Venue: Icecenter Budapest (Link / google-maps)
 

Spielplan Schweiz/Resultate/Statistik: Link

Do. 27.4.2017

15.00 Uhr  

Schweiz U16

-

Tschechien U16

0:5 (0:2; 0:3; 0:0)

Bericht

Fr. 28.4.2017

15.00 Uhr

Slowakei U16

-

Schweiz U16

1:3 (1:1; 0:1; 0:1)

Bericht

Sa. 29.4.2017

18.10 Uhr

Finnland U16

-

Schweiz U16

5:1 (0:0; 2:1; 3:0)

Bericht

So, 30.4.2017

18.40 Uhr

Schweiz U16

-

Ungarn U16

2:1 (0:0; 1:1; 1:0)

Spiel um Rang 5 - Bericht

 

Tabelle Vorrundengruppe A:

Rang

Spiele   

S  

SnP

N     

NnP    

Tore+

Tore-   

Punkte

1)
2)
3)
4)

Tschechien U16
Finnland U16
Schweiz U16
Slowakei U16

3
3
3
3

3
2
1
0

-
-
-
-

-
1
2
3

-
-
-
-

13
18
4
4

0
5
12
22

9
6
3
0

 

Schlussrangliste:

1. Russland
2. Tschechien
3. Finnland
4. Deutschland
5. Schweiz
6. Ungarn
7. Österreich
8. Slowakei 

 

Cool&Clean

 

Budapest
Budapest

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27.4.17: Schweiz U16 - Tschechien U16

Die Schweizerinnen starten mit eine Niederlage in die erste U16-EM. Gegen Tschechien setzte es ein 0:5 ab. Zwar wurden die Schweizerinnen nicht dominiert aber von den Osteuropäerinnen weitgehend kontrolliert. Darüber hinaus blieben die Eisgenossinnen bei ihren Abschlüssen harm- und manchmal auch glücklos.

Anders ihre Gegnerinnen, welche den Skore regelmässig erhöhen konnten und so nie Gefahr liefen, das Spiel aus den Händen zu geben. Und wenn es doch mal heiss wurde half ihnen das schnellere Schlittschuhlaufen. Das machte nebst der Physis einen grossen Teil des Unterschieds der beiden Teams aus.

Bei den Schweizerinnen zeichnete sich Goalie Saskia Maurer einige Mal aus, konnte die Niederlage schliesslich aber auch nicht abwenden. Sie wurde für die letzten 20 Minuten durch Nina Paiva ersetzt, welche ihr Tor rein halten konnte.
Für die U16 bleibt indes keine Zeit, zu viele Gedanken über das Spiel zu verlieren, steht doch morgen bereits die kapitale Partie gegen die Slowakei an. Los geht’s um 15:10 Uhr ebenfalls im Stream live aus Ungarn!

Schweiz U16 – Tschechien U16 0:5 (0:2, 0:3, 0:0)

Jegpalota 2 / Budapest - 83 Zuschauer - SR. Gérnyi (Gebora, Girard)

Tore Schweiz: 11. Mlynkova (Dyckova) 0:1. 14. Cajanova (Kaltounkova, Machalova) 0:2. 27. Kaltounkova (Cajanova, Machalova) 0:3. 31. Kaltounkova (Pejsova) 0:4. 37. Mlynkova 0:5. 

Strafen: 5 x 2 Minuten gegen die Schweiz und 3 x 2 Minuten gegen Tschechien.

Schweiz: Maurer (40. Paiva); Hauser, Christen; Justine Forster, Vallario; Samira Meier, Brich; Leemann, Lutz, Seifert; Laura Zimmermann, Neuenschwander, Pagnamenta; Gianola, Frey, Ingold; Aurela Thalmann, Lambert, Staub.

Bemerkungen: Schussverhältnis 12:55 gegen die Schweiz.

 

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28.4.17: Slowakei U16 - Schweiz U16

Die U16 schlägt die Slowakei und fährt ihren ersten Sieg an der Europameisterschaft ein. Sinja Leemann erzielte das historische erste Tor und Saskia Maurer krallte sich in einem entscheidenden Moment die Scheibe mit einem Big Save. Morgen wartet Finnland.

Insgesamt 17 kleine Strafen sah das Spiel und einige zahlten ein. Die erste Schweizer Strafe nutzten die Slowakinnen aus als Dobosova am weiten Pfosten einen Abpraller alleine versenken konnte. Doch die Antwort kam postwendend. Laura Zimmermann entwischte und legte auf Sinja Leemann auf welche den vielumjubelten ersten Treffer für die Schweiz an einer Europameisterschaft erzielte.

Das Spiel blieb auch danach offen und bei Strafen lag ab und zu ein Treffer in der Luft. Auch zu Beginn im Mitteldrittel als die Schweiz fast einen Shorthander erzielte, die Scheibe jedoch auf der Torlinie liegen blieb. Ins Tor ging sie dann doch noch in der 29. Minute als die Schweizerinnen die erste slowakische Strafe (zur Spielmitte!) zur Führung nutzten. Christen flog auf der linken Seite ins Drittel und wurde von Leemann gefunden. Die Scheibe ging am weiten Pfosten über die Linie.

Auch im letzten Drittel als die Slowakei forcierte lag eine Wende noch drin. Doch dann schlug die Stunde von Saskia Maurer welche einen Abschluss Matejkova tief aus der Ecke fischte und so ihr Team vor dem Ausgleich bewahrte. Und just, als eine 5gegen3 Überzahl für die Schweiz ohne Offensivaktion zu Ende gehen drohte gab Janine Hauser der Scheibe die Chance ins Tor zu gehen. Zwar lenkte die slowakische Torfrau die Scheibe noch zur Seite, traf dort aber eine eigene Spielerin und von dort lag der Puck im Netz. Diesen Vorsprung gaben die Eisgenossinnen dann nicht mehr ab und bewahrten sich so die Chance, weiter vorne mitzuspielen.

Slowakei U16 - Schweiz U16 1:3 (1:1, 0:1, 0:1)

Jegpalota 2 / Budapest - 83 Zuschauer - SR. Hengst, Winkelmayr (Podozniak, Strobodova)

Tore: 8. (7:37) Dobosova (Nemcekova, Matejkova; Ausschluss Laura Zimmermann) 1:0. 8. (7:55) Leemann (Ingold) 1:1. 29. Christen (Leemann, Justine Forster; Ausschluss Jaskova) 1:2. 53. Hauser (Vallario; Ausschlüsse Necekova, Simnova) 1:3.

Strafen: 8 x 2 Minuten gegen die Schweiz und 7 x 2 Minuten gegen die Slowakei.

Schweiz: Maurer; Hauser, Vallario; Justine Forster, Christen; Samira Meier, Brich; Laura Zimmermann, Aurela Thalmann, Seifert; Pagnamenta, Lutz, Neuenschwander; Gianola, Frey, Ingold; Leemann, Lambert, Staub.

Bemerkungen: Schweiz ohne Paiva (Ersatz). Schussverhältnis 23:18 für die Schweiz.

 

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1
2
History! Sieg gegen die Slowakei an der EM.

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29.4.17: Schweiz U16 - Finnland U16

Die U16 spielt nach der Niederlage gegen Finnland am Sonntag um Rang 5 gegen Gastgeber Ungarn. Dass es nicht für ein Medaillenspiel reichen würde stand aber erst im letzten Drittel fest. Bis dahin schnupperten die Schweizerinnen an einer Überraschung.

Zwar war Finnland wie erwartet überlegen, das Schweizer Defensivkonzept stimmte aber über weite Strecken. Und was trotzdem durchkam war Sache der starken Saskia Maurer im Tor der Eisgenossinnen. So blieb es im ersten Drittel 0:0.

Das zweite Drittel begann mit einem (Latten)Knaller. Beim Konter der Schweizerinnen landete der Puck via Lattenunterkante aber nur auf der Linie von wo ihn die Finninnen wieder wegwischen konnten. Und praktisch im Gegenzug entwischte Holopainen vom Anspielpunkt in der finnischen Zone und bezwang Maurer solo. Doch nach Spielhälfte leisteten sich die Finninnen zwei parallele Strafen und mussten kurz vor Ende der Unterzahl den Ausgleich hinnehmen. Sinja Leemann bereitete vor und Nicole Vallario vollstreckte. Doch Vesa erwies sich als Spielverderberin und erhöhte kurz vor dem zweiten Tee mit einem Ablenker wieder auf 2:1.

Nach 40 Minuten waren die Verhältnisse auf dem Eis eigentlich klar, das Resultat liess die Eisgenossinnen trotzdem noch von einer Überraschung träumen.
Doch nur kurz nach Wiederbeginn stellte Vainikka mit dem Glück der Tüchtigen auf 3:1. Dies erwies sich als (zu) grosse Hypothek für die trotz allem aufopfernd kämpfenden Schweizerinnen welche in der Folge noch 2 Treffer hinnehmen mussten. Diese waren dann aber doch von der Marke bitter und stellten die eigentlich gute Leistung der Eisgenossinnen in ein flasches Licht.

Somit spielen die Mädchen von Headcoach Yan Gigon am Sonntag um 18:40 Uhr gegen Ungarn. Mit dem Spiel um Rang 5 sind die Schweizerinnen wohl richtig eingereiht obwohl mit etwas mehr Glück durchaus ein Medaillenspiel drin gelegen wäre.

Den Final tragen Russland und Tschechien aus. Die erste EM geht also nach Osteuropa. Ein Zeichen, dass es nun in Westeuropa zu analysieren gilt. Denn die beiden Finalisten stellten doch einen veritablen Abstand zum Rest des Turniers her. Einen Abstand den es zu schliessen gilt. Schnell.

Finnland U16 - Schweiz U16 5:1 (0:0, 2:1, 3:0)

Jegpalota 2 / Budapest - 123 Zuschauer - SR. Hengst, Gerkena (Rousselin, Zita)

Tore: 22. Holopainen (Nuutinen, Seikkula) 1:0. 35. Vallario (Leemann; Ausschlüsse Lehtimäki, Yrjanen).37. Vesa (Allinen) 2:1. 41. Vainikka (Yrjanen) 3:1. 49. Yrjanen (Laitinen, Lehtimäki; Ausschluss Justine Forster) 4:1. 60. (59:49) Tolvanen (Simola) 5:1.

Strafen: 9 x 2 Minuten plus 1 x 10 Min. Disziplinatrafe (Justine Forster) gegen die Schweiz und 3 x 2 Minuten gegen Finnland.

Schweiz: Maurer; Hauser, Vallario; Justine Forster, Christen; Samira Meier, Brich; Laura Zimmermann, Leemann, Seifert; Pagnamenta, Lutz, Neuenschwander; Gianola, Frey, Ingold; Aurela Thalmann, Lambert, Staub.

Bemerkungen: Schweiz ohne Paiva (Ersatz) und ab 40. Ohne Leemann (verletzt ausgeschieden). Schussverhältnis 10:49 gegen die Schweiz.  

 

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30.4.17: Schweiz U16 - Ungarn U16 (Spiel um Rang )

Sieg! Die U16 beendet die Saison und damit den letzten Frauenevent mit dem Gewinn des 5. Platzes an der ersten U16-EM. Sinja Leemann war an beiden Powerplaytoren beteiligt und Saskia Maurer wherte 18 von 19 Schüssen ab. Herzliche Gratulation unseren Mädchen in Budapest!

Es war das 4. Spiel in ebenso vielen Tagen und sollte gleichzeitig den Schlussrang hervorbringen. Zwei ebenbürtige Teams trafen aufeinander und schenkten einander nichts. Einmal war Gastgeber Ungarn leicht überlegen und einmal drehte die Schweiz das Momentum. Mit Zunahme des Spiels aber nahm die etwaige Überlegenheit der Eisgenossinnen Formen an und zahlte sich im Powerplay aus.

Den Führungstreffer aber landeten die Ungarinnen als Losonci nach einem Gewühl vor dem Schweizer Tor schliesslich in ebendieses einschieben konnte. Doch dies war gleichzeitig das letzte Gegentor in der U16-Karriere von Saskia Maurer, welche in allen 4 Spielen als Starter begann und insgesamt einen überzeugenden Eindruck hinterliess.

Für die restlichen Tore der Partie waren dann die Schweizerinnen besorgt. Dabei stach vor allem Sinja Leemann heraus, welche an 5 der 6 Schweizer Tore im Turnier beteiligt war. Sie bereitete Seiferts Ausgleichstreffer in der 38. Minute mit vor und schoss den Siegtreffer zum 5. Schlussrang gleich selber. Beide Tore fielen in Überzahl. 5 der 6 Tore in Budapest fielen in numerischer Überzahl. Das Schweizer Powerplay funktionierte mit 26% Effizienz im Turnier hervorragend!

Der 5. Schlussrang ist insgesamt verdient und zeigt das richtige Stärkeverhältnis in diesem Turnier auf. Gewonnen hat es Russland mit einem 2:1-Sieg über Tschechien im Final in der notabene kleinen Trainingshalle… Spielplan lässt grüssen. Gleichzeitig zu diesem Spiel holte sich Finnland Bronze gegen Deutschland. Gastgeber Ungarn schloss auf dem 6., Österreich dank einem 2:1-Erfolg über die Slowakei auf dem 7. Platz.
Die knappen Resultate der Rangierungsspiele zeigen also schön, dass sich in etwa gleich starke Teams trafen. Einzig der Final wäre auch gut und gerne als U18-Spiel durchgegangen. Den beiden Teams aus dem Osten konnten nur noch die Finninnen ihr Schlittschuhlaufen entgegenhalten. Beim ganzen Rest waren die Tschechinnen und Russland um eine bis mehrere Klassen besser.

Herzliche Gratulation allen Teams für den geleisteten Einsatz (4 Spiele in 4 Tagen!) und bis nächstes Jahr in (ziemlich sicher) Vierumäki, Finnland!

Schweiz U16 – Ungarn U16 2:1 (0:0, 1:1, 1:0)

Jegpalota 1 / Budapest - 187 Zuschauer - SR. Girard, Gervena (Dzene, Potozniak)

Tore: 31. Losonci (Szamosfalvi, Varadi) 0:1. 38. Seifert (Leemann, Christen; Ausschluss Strobl) 1:1. 56. Leemann (Justine Forster; Ausschluss Kerekes) 2:1.

Strafen: 6 x 2 Minuten gegen die Schweiz und 6 x 2 Minuten gegen Ungarn.

Schweiz: Maurer; Vallario, Hauser; Justine Forster, Christen; Samira Meier, Brich; Laura Zimmermann, Seifert Ingold; Neuenschwander Lutz, Pagnamenta; Aurela Thalmann, Frey, Staub; Lambert, Leemann, Gianola.

Bemerkungen: Schweiz ohne Paiva (Ersatz). Schussverhältnis 29:19 für die Schweiz.  

 

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